Ivana Sajko wurde am 8.12.1975 in Zagreb/Jugoslawien geboren. Sie studierte Dramaturgie an der Akademie der Szenischen Künste in Zagreb und war Mitgründerin des Zagreber Performance-Kollektivs BADCo, für das sie Regie (2000–2005) führte. Ivana Sajko etablierte sich zunächst als Theatertexterin und Dramaturgin, ab 2006 mit dem Erscheinen ihres ersten Romans „Rio Bar“ zunehmend auch als Schriftstellerin. Ihre Texte sind dezidiert politisch und stark von einer engagierten performativen Sprecher:innen-Position bestimmt. Die Erfahrung des zerbrechenden Jugoslawiens und der Kriege der 1990er Jahre prägten ihr frühes dramatisches und literarisches Werk, später kamen weitere, kritisch behandelte Themen hinzu, darunter insbesondere Europaintegration, Kapitalismuskritik und Migrationserfahrung. Sajkos Theatertexte werden besonders häufig im deutschsprachigen Raum aufgeführt, was auf die vermittelnde Arbeit ihrer Übersetzerin ins Deutsche, Alida Bremer, zurückzuführen ist. Nahezu alle Werke Ivana Sajkos liegen in deutscher Übersetzung vor, die meisten wurden zeitnah von Bremer der deutschsprachigen Leserschaft zugänglich gemacht. Gemeinsam erhielten die beiden 2018 den Internationalen Literaturbuchpreis des Hauses der Kulturen der Welt für ihre Zusammenarbeit an „Liebesroman“. 2016 siedelte Sajko während eines Gastaufenthaltes im Rahmen des DAAD-Künstlerprogramms dauerhaft von Zagreb/Pula (Kroatien) nach Berlin über, wo sie seitdem mit ihrem Sohn lebt.
* 8. Dezember 1975
von Miranda Jakiša
Essay
Stand: 15.02.2024
Ivana Sajko ist als Schriftstellerin ...